Klicken Sie auf den unten stehenden Link, um alle Werke von Frieder Bernius zu sehen!

Alle Werke des Künstlers

Frieder Bernius

Den Werken der drei Komponisten, die mit dem Titel „Hofcompositeur“ des sächsischen Kurfürsten und Königs von Polen, August dem Starken, ausgezeichnet worden sind, ist Frieder Bernius besonders verbunden. Dem in der damaligen Rangfolge an dritter Stelle stehenden, Johann Sebastian Bach, bereits seit seiner Jugend. Schon damals konnte er dessen Violinsolosonaten sowie seine Orgelwerke und Oratorien aktiv kennenenlernen. Ihm verdankt er bis heute Einladungen zu internationalen
Festspielen, CD-Auszeichnungen und 2009 den Bach-Preis der Stadt Leipzig. Dem zweiten, Jan Dismas Zelenka, einem bis vor 40 Jahren so gut wie unbekannten Komponisten, widmete er sich ebenso mit
erstmaligen Einspielungen u.a. seiner Missae Ultimae in historisch informierter Aufführungspraxis.
Sie alle wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Diaposon d’or. Dem damals ranghöchsten, Johann Adolph Hasse, hat er sich zum ersten Mal 1992 mit einer konzertanten Aufführung seiner Oper Olimpiade auf Einladung der Dresdner Musikfestspiele in der Semper-Oper genähert, die aus dem in der Sächsischen Landesbibliothek aufbewahrten Autograph gespielt wurde. In der Folge entstanden mit der Cappella Sagittariana, Mitgliedern der Sächsischen Staatskapelle, weitere
Wiedererstaufführungen seiner Opern Artemisia und Attilio Regolo. Letztere liegt hier in einer Live-Aufnahme, ebenfalls aus der Semperoper, aus dem Jahr 1997 vor.
Zum 300. Geburtstag Hasses im Jahr 1999, wurden zusammen mit dem Dresdner Staatsopernchor Teile seines Oratoriums „Tre Fanciulli􀍞 und seiner Missa in Es aufgeführt. Frieder Bernius gab die Begegnung mit den Werken Hasses und der Begeisterung seiner sächsischen Landsleute darüber den Impuls, auch im Südwesten der Republik nach Werken dieser und späterer Epochen zu suchen, die in den dortigen Archiven aufbewahrt sind. So hat er in der Folge Opern von Niccolo Jommeli (Il Vologeso im Staatstheater Stuttgart, Demofoonte bei den Schwetzinger Festpielen und Didone, deren CD-Einspielung mit der „Editors Choice“ von Gramophone ausgezeichnet wurde), Franz Danzi, Johann Rudolph Zumsteeg, Justin Heinrich Knecht oder Ignaz Holzbauer wiederentdeckt und im Rahmen seines eigenen Festivals „Stuttgart Barock“ mit der von ihm gegründeten Hofkapelle Stuttgart aufgeführt. Seit Beginn seiner Laufbahn hat Frieder Bernius das wichtigste a cappella-Repertoire sowie zahlreiche Uraufführungen mit dem Kammerchor Stuttgart erarbeitet und auf
vielen Tourneen durch Nordamerika, Asien und Israel aufgeführt, ebenso mit dem 1985 ins Leben gerufenen Barockorchester Stuttgart die wichtigsten Oratorien des 18. Jahrhunderts. Seit 1984
werden seine Ensembles von der Stadt Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg institutionell gefördert. In diesem Rahmen hat Bernius das Festival „Stuttgart Barock“ und das „Open Air Schloss Solitude“ sowie eine Dirigentenakademie gegründet.
Im Rahmen baden-württembergischer Kulturbeziehungen arbeitet er regelmäßig mit Orchestern aus Kanada (Ontario), Polen und Ungarn zusammen. Regelmäßig arbeitet er darüber hinaus auch mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der Streicherakademie Bozen und dem SWRVokalensemble Stuttgart zusammen.
Annähernd 100 CDs, von denen 40 mit internationale Auszeichnungen prämiert worden sind, legen inzwischen Zeugnis von seinem künstlerischen Schaffen ab.