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Ausgewählte Werke von Andrej Hoteev

Andrej Hoteev

„Russischer Pianist Andrej Hoteev ist ein Phänomen. Seine Aufführung glich einem atemberaubenden Drive von Glenn Gould“(„Nordhollands Dagblad“, Amsterdam).

»Ein exzellenter Pianist« (»Kurier«, Wien), »einer der besten russischen Pianisten« (»Midi libre«, Frankreich), »Fanatiker des textuellen Authentizismus« (»Crescendo«, Brussel), Andrej Hoteev überzeugt durch seine »brillante, fesselnde Technik«, durch »kongeniale mitreißende, zupackend dämonische, aber auch zauberhafte himmlisch-zarte Wiedergabe« als »echter Nachfolger der großen russischen Traditionen.«

Der in St. Petersburg geborene Andrej Hoteev gehört zu den bedeutendsten und interessantesten russischen Pianisten unserer Zeit. Mit fünf Jahren erhielt er den ersten Klavierunterricht, studierte bei Nathan Perelman am St. Petersburger Rimsky-Korsakov Konservatorium und bei dem legendären Lev Naumov am Tschaikowsky-Konservatorium von Moskau. Neben dem Klavierstudium befasste sich Andrej Hoteev ausführlich mit musikwissenschaftlichen Forschungen, die ihn immer wieder zu den Originalquellen der Komponisten führte.

1983 öffnete ihm sein sensationelles Debüt im Kleinen Saal des Moskauer Konservatoriums die Tore zu den größten Sälen Russlands. Die künstlerische Begegnungen mit Sviatoslav Richter in 1985 in St. Petersburg gab den entscheidenden Impuls für den pianistischen Stil von Andrej Hoteev. Zahlreiche Recitals und Auftritte mit Orchester schlossen sich an.

Aber, wie für viele russische Künstler, war der Westen für Andrej Hoteev vollends verschlossen.

Erst nach der Wende in 1990 konzertiert Andrej Hoteev in Rotterdam, beim Schleswig-Holstein-Festival und im Amsterdamer Concertgebouw.

1993 unternimmt Hoteev seine erste Europa-Tournee durch Russland, Großbritannien, Deutschland, Belgien und Spanien und macht seine erste CD-Aufnahme in Frankreich. Das russische Fernsehen überträgt in 1993 ein Konzert von Hoteev und dem St.-Petersburger  Symphonieorchester aus dem Gr. Saal der St.-Petersburger Philharmonie. Auf dem Programm steht als Weltpremiere das 3. Klavierkonzert von Pjotr Tschaikowsky mit den Erläuterungen von Solisten Andrej Hoteev, der die dreisätzige Urfassung des Werkes nach den Handschriften des Komponisten wiederentdeckt hatte. Im selben Jahr übersiedelte er mit seiner Familie nach Deutschland.

1995 gastiert Hoteev in Frankreich. Er tritt in der Pariser Salle Pleyel und bei Festival de Radio France auf, spielt mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, dem Orchestre National de Montpellier und dem Pariser Concerts Lamaureux Symphonieorchester.

Er arbeitet mit Dirigenten wie Vladimir Fedoseyev, Thomas Sanderling, Andrey Boreyko, Eri Klaas, Avi Ostrovski, Woldemar Nelson, Pavel Kogan, Rawil Martynow, Wladislav Tschernuschenko, Vladimir Altschuller zusammen. Er tritt als Liedbegleiter von Anja Silja und Robert Holl auf. Zahlreiche CDs und DVDs macht der Künstler bei Labels wie SONY/BMG, KOCH Schwann, Accord, NCA, Music and Arts. Eine wesentliche Rolle spielt seine Arbeit für europäische und japanische Rundfunk- und Fernsehsendern, wie NDR, BR und DRadio Kultur Deutschland, VARA und VPRO Netherlands, Radio Lugano, NHK und TBS Japan.

Furore macht Hoteevs Weltpremiere des Zyklus der drei Klavierkonzerte sowie der „Fantaisie de Concert“ für Klavier und Orchester von Tschaikowsky, die er im November 1996 in ihrer Urfassung in Moskau präsentiert, begleitet vom Tschaikowsky-Symphonie-Orchester Moskau unter Vladimir Fedoseyev, und in dieser Fassung 1998 – ergänzt durch die „Ungarischen Zigeunerweisen“ und das „Allegro c-moll“ – in einer CD-Aufnahme einspielt.

Diese Aufnahme, ein mehrfacher Sieger der Hitparaden 1998-99 bei Klassik Radio, Deutschland, wurde als »hörenswert « von führenden Klassikmagazinen in Europa und USA empfohlen.

2006 realisiert Andrej Hoteev in der Großen Musikhalle Hamburg gleichzeitig als Solist und Farblichtregisseur ein eigenes Multimedia Projekt: zusammen mit den Hamburger Symphonikern unter Andrey Boreyko präsentiert er die von ihm rekonstruierten Original Farblichtpartitur von Skrjabins „Promethée. Le Poème du feu“ sowie Farblicht-und Bildpartitur von Kandinsky zu Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“.

Hoteev ist verheiratet mit der russischen Pianistin Olga Hoteeva. Mit ihr veröffentlichte er 2012 eine CD mit 22 unbekannten, von ihm bei seinen Tschaikowski-Studien wiederentdeckten Original-Transkriptionen von Sergei Rachmaninow für Klavier zu 4 Händen nach Tschaikowskis Ballett Dornröschen. Eine Weltpremiere.

2014 veröffentlichte Andrej Hoteev eine neue CD- Einspielung von Mussorgskis Bilder einer Ausstellung nach den Originalmanuskripten

aus der Russischen Nationalbibliothek St.Petersburg, die zahlreiche wesentliche Abweichungen zu allen Notenausgaben enthält. Im CD-Beiheft sind die wichtigsten Abweichungen auch anhand von Abbildungen aus den Manuskripten nachvollziehbar dokumentiert. Die Presse schildert den Eindruck der expressiven Kraft, der Dynamik, des Farbenreichtums und der Intensität des Originals.

Dieses Album „Pure Mussorgsky“ vom Label Berlin classics wurde in 2014 für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert und in 2015 wurde Andrei Hoteev mit dem „Diapason 5“ (Frankreich) für herausragende CD-Einspielung ausgezeichnet.